Lachs im ZweifelOctober 30, 2006 1:04 pm

Die Tage vergehen, fliegen vorbei.

Alltag.

Der Glanz des Unbekannten ist verschwunden.

Abgestumpft.

Die Zeit ist ein Gebrauchsgegenstand.

Gedankenlos?

Alles ist Verschwendung?

Normalitaet!

Angekommen im Durchschnitt.

Gluecklich!

Macht’s gut, und danke für den FischOctober 29, 2006 3:41 pm

Nachdem das ja letztes Mal mit der Verlosung nicht so geklappt hat, sei es aus mangelndem Interesse oder fehlender Zeit, versuch ich es jetzt noch einmal und gebe euch die Chance ein Geschenk aus Lecce zu bekommen. Diesmal ist es allerdings keine Verlosung, sondern ein Wettbewerb. Ein Wettbewerb darum, wer die meisten Comments bis Weihnachten schreibt. Gezaehlt wird ab heute. Ich werde jede Woche eine Hitlist posten, so dass jeder weiss wo er steht. Also froehliches und fleissiges Kommentieren!

Macht’s gut, und danke für den FischOctober 24, 2006 10:37 am

Ein paar Bilder fuer euch, damit ihr mal seht mit was fuer Leuten ich es hier zu tun habe!

 Marc (rechts und Franzose) und ein Carabinieri (links, komischer Typ)

 Ismael (Partyhengst und Spanier)

 Solenn und Marienn (verrueckt und Franzosen)

 Solenn und Francois (ebenfalls Franzose)

 Eray (unser ganz persoenlicher Tuerke)

 Elena (Spanierin und netter, als es hier scheint)

 Marc und Mario (Franzose und Deutscher, die Vergangenheit ruht)

 Dario (Italiener und Dancemachine)

 Alberto (Spanier, das sagt eigentlich alles, Party, Party, Party)

 Ich (Deutscher, vernuenftig, klug und der beste von allen)

Lachs im Zweifel 10:06 am

Da ja niemand an meiner schoenen Verlosung teilnehmen wollte, musste ich die Entscheidung wohl oder uebel alle treffen. Das heisst fuer euch, dass ihr mich nun auch ueber Silvester ertragen muesst. Tja, selber Schuld, ihr haettet es mir ja auch ausreden koennen. Ausserdem bleibt das tolle Mittbringsel nun in Lecce.

Macht’s gut, und danke für den FischOctober 21, 2006 7:04 pm

Ich sitze im Zug von Gallipolli nach Lecce. Die Sonne geht gerade unter und taucht die vorbeiziehenden Olivenhaine in orangenes Abendlicht. Das Signal des Zuges ertönt, eine halbe Minute lang, bis wir den Bahnübergang passiert haben. Langsam verschwindet das Meer aus meinem Blickfeld, während ich meiner momentanen Heimat entgegentreibe. Aber ist sie wirklich meine Heimat, oder doch nur irgendein Ort, der nicht mehr, als eine blasse Erinnerung in meinem Gedächtnis bleiben wird. Im Moment steht dem Heimatgefühl die Sprache entgegen, die nicht die meine ist, nicht die in der ich denke und nicht die mit der ich fühle. Erst wenn sie nicht mehr zwischen mir und den anderen Menschen steht, werde ich hoffentlich angekommen sein und dieses Land „Heimat“ nennen können. Noch bin ich ein Fremder, ein Tourist und Ausländer. Ich gehe durch die Strassen als Tourist, spreche mit den Menschen wie ein Ausländer und feiere mit ihnen als Fremder. Reicht ein halbes Jahr oder ein ganzes? Kann ich jemals hier ankommen? Werden die Menschen, die ich kennen lerne, Freunde, oder bleiben sie Fremde? Wenn sie Freunde werden, was wird dann nach dem halben Jahr? Bleiben sie es, oder verblassen sie wieder im Nebel der Fremdheit. Immer näher kommt der Zug Lecce, doch die Antworten bleiben in weiter Ferne. Die Zukunft ist nicht mit einer Zugfahrt zu erreichen. Frühestens im Februar, vielleicht aber auch nie, werde ich die Antworten wissen. Die Sonne ist mittlerweile fast untergegangen. Kurz kommt Verwirrung auf, als der Zug, nach einem Halt an einem Bahnhof, in die falsche Richtung losfährt. Doch der Zug rangiert nur und wird mit einem weiteren Zug zusammengekoppelt, um dann weiter nach Lecce zu fahren. So wie der Zug nicht mehr alleine weiterfährt, reift in mir die Erkenntnis, dass ein Teil der Fragen schon beantwortet ist. Denn ich reiße nicht allein, sondern zusammen mit anderen Erasmusstudenten. Zwar kann ich noch nicht sagen, dass ich sie schon kenne, doch wann kann man das jemals sagen, wo man sich selber nie richtig kennen wird, aber sie sind schon ein ganzes Stück aus dem Nebel getreten, so dass ich ihre Umrisse sehe. Jetzt fährt der Zug in den Bahnhof von Lecce ein. Ich bin wieder zu Hause. Oder?

Das Leben, das Universum und der ganze RestOctober 18, 2006 1:38 pm

Da ich ja, wie im vorhergehenden Blog geschrieben am 16.12. nach Hause komme, habt ihr die grosse Chance mir einen Gefallen zu tun. Wann bekommt man solche schon einmal! Nein, die Frage die sich mir und zwei weiteren Freunden stellt ist, die dass wir nur bis Muenchen fliegen und von dort aus noch nicht weiter wissen. Wir kommen dort 19:30 an und jetzt denkt man natuerlich, dass man ganz einfach mit der Bahn und einen Railway-Tickett nach Hause fahren koennte. Weit gefehlt. Erstens ist kurz vorher der Fahrplanwechsel, weshalb die genauen Abfahrtszeiten noch nicht genau rauszubekommen sind und zweitens, nimmt man den aktuellen Fahrplan zur Hand, wuerden wir irgendwann frueh um sieben oder acht in Chemnitz sein und das mit tausendmal umsteigen. Und jetzt komme ich zu dem Gefallen: Ich wollte fragen, ob nicht jemand Lust und Zeit haette drei arme Erasmusstudenten am Muenchner Flughafeb abzuholen. Die Benzinkosten wuerden natuerlich bezahlt werden.

Lachs im Zweifel 1:24 pm

Da ich ein kleines Entscheidungsproblem habe, starte ich hiermit eine kleine Umfrage. Mein Problem stellt sich folgendermassen dar: Ich komme am 16.12. nach Hause, das ist noch nicht das Problem, sondern vielmehr ein Grund der Freude fuer euch. Nein, die Frage, die sich mir stellt ist, die dass ich nicht weiss wann ich zurueckfliegen soll. Die Moeglichkeiten sind: Sofort nach Weihnachten und Silvester in Lecce verbringen, oder erst nach Silvester und es mit euch feiern. Und dafuer brauche ich eure Ratschlaege, was soll ich machen? Hier sind auch speziell die Leute gefragt, die mich evtl. besuchen wollten ueber Silvester, ob sie kommen oder nicht. Da die Zeit ein wenig eilt, von wegen Flug buchen und so, ist die ganze Umfrage bis Sonntag begrenzt und als kleinen Anreiz, damit ich moeglichst viele Antworten bekomme, verlose ich unter allen Ratschlaegen ein Geschenk aus Lecce. In dem Sinne immer fleissig beratschlagen!

Macht’s gut, und danke für den FischOctober 14, 2006 3:23 pm

So und wieder eine Woche um. Ich war auch diese Woche das erste Mal in der Uni zum studieren und wie ich es erwartet habe versteh ich quasi niente. Aber was solls dafuer bin ich ja hier, damit ich am Ende die Italiener versteh und sie mich. Ist gar nicht so einfach Gespraeche zu fuehren in einer Sprache, die man nicht gewohnt ist und nur schlecht spricht. Missverstaendnisse sind dann der Normalfall. Gestern hab ich uebrigens einen Italiener kennengelernt, der neun Jahre in Chemnitz war. Allerdings war sein deutsch krottenschlecht. Hat halt die ganze Zeit nur unter Italienern gelebt. Ausserdem hat ihm Chemnitz nicht gefallen.

Unser Portugiese, Francisco, hat uns leider verlassen und ist zurueck nach Lissabon geflogen. War ein wirklich trauriger Abschied, obwohl wir uns erst zwei Wochen gekannt haben. Was soll das dann erst im Februar werden?

Sonst ist eigentlich garnicht soviel aufregendes passiert, nur das uebliche halt, Partys, Partys und aeh Partys. Ich sag euch, dass grenzt schon an Arbeit.

Was laeuft eigentlich so in der Heimat? Schreibt mir mal ne email, sms oder Brief, was ihr wollt. Danke uebrigens fuer die Karte, hat mich sehr gefreut.

Hier nochmal meine Adresse und so weiter:

christian_feister@web.de

0039-3200112943

Christian Feister; Via Niccola Cataldi,3; 73100 Lecce; Italia

Macht’s gut, und danke für den FischOctober 7, 2006 3:00 pm

Zweieinhalb Wochen sind vergangen und langsam schwinden die aeusseren und vordergruendigen Eindruecke und die tiefer liegenden treten hervor. Das Neue wird zu Bekanntenm und das Aussergewoehnliche zum Alltag. Wir wohnen jetzt zwei Wochen in unserem Haus und lernen uns immer mehr kennen. Erleben einerseits die (guten) Macken der anderen, so hat sich Virginia ein Kaninchen auf dem Markt gekauft und schreit jetzt jedesmal, wenn sie zu ihm geht: (Stellt euch eine durch Verzueckung in die Hoehe schnellende Stimme vor) "Dov’è il coniglio?, anderseits die (schlechten) Seiten, so kam es zu unserem ersten heftigen Streit, weil unsere Polinnen eine Nacht durch bis frueh um acht durchgefeiert haben, waehrend alle anderen schlafen wollten und teils nicht konnten. Was die Uni anbelangt, weiss ich immer noch nicht genau welche Kurse ich besuchen werde, aber da lass ich mich ueberraschen. Ein weiteres Problem ist, dass die Kurse nicht wie bei uns einmal die Woche 1 1/2 Stunden sind, sondern sechsmal eine Stunde in der Woche. Ausserdem ueberschneiden die Kurse sich manchmal und wann der Sprachkurs stattfindet ist auch noch nicht klar. Es heisst also warten. Was sonst.